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Donnerstag, 14. Juni 2007

Das stinkt doch...:!

Aldi, Real, Netto, Penny und Lidl - nur eine Auswahl der umstrittenen Discounter-Ketten in Deutschland. Der zweifelhafte Umgang mit den Angestellten vor allem bei Aldi und Lidl war bereits Thema in sämtlichen investigativen Magazinen, in Talkrunden und natürlich in den Printmedien. In letzter Zeit wurden aber im Fall Lidl vermehrt positive Berichte und Gerüchte gestreut. Ob es billige Reisen sind, oder der Nahrungsmittelvertrieb über Internet: Lidl ist gut, günstig - und umweltfreundlich. Das jedenfalls suggestiert das Greenpeace-Magazin, dass man seit geraumer Zeit bei Lidl erwerben kann. Während die Kette 2005 mit Metro und Tengelmann an der Spitze der Negativhitliste der Pestizidbelastung stand, ist sie 2007 im grünen Bereich. Zufall? Immerhin kauft Lidl das Magazin günstig beim Verlag ein und platziert es in einem vorteilhaften Regal an der Kasse. Zudem ist die Auflage rasant gestiegen; über die Hälfte liegt bei Lidl aus.
Ein Sprecher des Discounter bestätigt dann auch, dass man nach den miserablen Testergebnissen auf Greenpeace zugegangen sei, und angeboten habe, das Magazin zu vertreiben. Komisch, oder? Die Krone setzt diesem "Zufall" auf, dass Lidl-Mitarbeiter sich selbst über die guten Ergebnisse wundern. Den die Zulieferer seien die selben wie 2005.
(Quelle: stern.de, focus.de)

Tja, das klingt schon bedenklich. Natürlich ist niemand ohne Makel, und ich will auch nicht Greenpeace angreifen, nur weil sie einmal Mist gebaut haben. Aber es versteht sich von selbst, dass man gerade als Vorzeigeaktivist gegen jegliche Umweltsünden sicher gehen sollte, dass man selbst den Forderungen entspricht. Der Gipfel ist dann, dass zwar die Auflage der benannten Greenpeace Publikation gestiegen ist, das Absatz bei Lidl aber zu wünschen übrig lässt - die Magazine landen zu zehntausenden im Müll. Was Greenpeace nicht stört, da sie ja bereits bezahlt sind.

Dienstag, 8. Mai 2007

Das Duell

Gestern Abend trafen sich bei Heiner Bremer auf n-tv zwei illustre Gestalten zum "Duell": Udo Ulfkotte, oberster Islamophobiker, und Christian Ströbele, 68er. Eine interessante Konstellation mit interessanten Gesprächsthemen: Natürlich die "schleichende Islamisierung", aber auch das nicht bewilligte Gnadengesuch Christian Klars.

Nun, ich muss gestehen: Ulfkotte hat bezüglich der Söder-/Stoiberschen Erpressungsversuche an die Adresse Köhlers eine passable Auffassung, auch wenn er natürlich gleich damit kam, "dass es bei einem Rechtsextremisten ganz anders gelaufen wäre".

Man sollte meinen, mit dem Thema "Islamisierung" sollte Ulfkotte eine ideale Propagandasendung für seine entstehende antiislamistische Partei gefunden haben. Doch Heiner Bremer lies es so weit nicht kommen, und Udolein kam auch ganz von allein in Erklärungsnöte:

(ab Minute 20: Ulfkotte kennt gar kein Schwimmbad mit "Muslimtag", an dem keine Deutschen rein dürfen!)

Das Video habe ich übrigens bei Pi gefunden - komisch das die so eine Blamage verlinken. Naja, immerhin ehrlich, jedenfalls in diesem Fall.

Später sagt Ulfkotte auch "laut und deutlich" (39:33), dass er "keine Stadteile mit vielen Muslimen" haben möchte. Er ist also, um es mit anderen Woren zu sagen, gegen eine "Überfremdung"......mh, komisch, irgendeine Partei bentzt dieses Wort doch schon? Ah, ja: Hier.

Alles in allem kann ich nur hoffen, dass sich der Ulfkotte noch öfters derart darstellt. Denn dann sind wir ihn bald los.

Sonntag, 22. April 2007

Wer hat Angst vor Google

Google wächst, Google kauft ein, jeder googelt - ist bald alles Google? Dieser Frage gingen bislang schon einige Dokumentationen nach, wobei viele davon das Klischee von Verschwörungstheorien bedienen. "Wer hat Angst vor Google?" ist eine rühmliche Ausnahme. Fast eineinhalb Stunden präsentieren die Macher Interviews mit Kritikern, Befürwortern, alten Weggefährten der Gründer und ausführliche biographische Informationen. Fakten statt Mutmaßungen, das scheint das Motto der Macher gewesen zu sein. Leider ist der Film nur noch wenige Tage auf arte.tv abrufbar - sagt mir bitte Bescheid, wenn ihr ihn bei Youtube findet.

"Wer hat Angst vor Google?"

Ebenfalls sehenswert: Google Epic 2015. Eine amerikanische Dokumentation über Google und das WWW im Jahre 2015. Natürlich besteht sie zum größten Teil aus Spekulationen. Ob Amazon bald mit Google fusioniert? Das weiß man nicht. Aber möglich wäre es allemal.

Montag, 12. März 2007

ReGenesis - Killerviren bei arte

Das arte ein toller Sender ist, habe ich schon länger bemerkt. Doch der deutsch-französische Kulturkanal ist immer wieder für Überraschungen gut. So strahlt er seit Januar eine kanadisch-amerikanische Serie aus: Regenesis.
Dreh- und Angelpunkt ist das fiktive "Norbac"-Institut, eine Art Robert-Koch-Spezialeinheit. Dort forscht ein Team von Wissenschaftlern um David Sandström an gefährlichen Viren. Jede Folge der Serie hat dabei einen speziellen Fall zum Thema. So kommt sowohl der Kampf gegen Aids vor, als auch "Bioterrorismus" in Form von Krankheitserregern bei Pflanzen, diegezielt eingesetzt werden. Obwohl das manchmal reißerisch klingt, hält Regenesis immer die Balance. Ein weiterer Pluspunkt der Sendung ist die Aktualität: Der Kampf Amerikas gegen den Terror wird kritisch beäugt, und mögliche Szenarien durchgespielt. So greift in einer Folge Amerika beinahe Kuba an, weil von dort eine Krnakheit kommt, die die Ernte bedroht.
Alles in allem ist Regenesis eine fabelhafte Serie. Erfrischend anders, mutig und absolut untauglich, von Pro7 oder RTLII mit Werbeblöcken verschandelt zu werden. Arte sei Dank!